Katrin Heichel



Katrin Heichel

Katrin Heichel ist eine Künstlerin der Neuen Leipziger Schule und Meisterschülerin Neo Rauchs. Erfahrt mehr über ihr künstlerisches Schaffen:

Über die Künstlerin

Katrin Heichels Schaffenswerk entfaltet sich in Zyklen. Während die Leipziger Malerin sich in ihren ersten Zyklen (Ende - Neu, Das Große Halali, Borderland) dem Sujet des Selbstporträts widmete, bedient sie sich bald innerhalb ihrer künstlerischen Karriere einer von westlicher Ikonographie geprägten ebenso wie mystisch anklingender Bildsprache.

Die Künstlerin, die ihr Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst mit einem Diplom bei Prof. Arno Rink abschließt und anschließend ein Meisterschülerstudium absolviert, entwickelt während ihrer Zeit in Leipzig eine – auch für Arno Rink charakteristische – Verschlüsselung ihrer Bildsprache. Ihren Werken liegt dadurch oft eine ambivalente Bildaussage zugrunde, die es erst zu dekodieren gilt.
Ein Schlüsselbild in Heichel’s Schaffen bildet Vergissmeinnicht aus dem Zyklus Honig (2008), das keinerlei menschliche Darstellung mehr aufweist. Von da an wendet sich die Künstlerin beinahe vollständig von der menschlichen Figur als Bildsujet ab. Fortan verfolgt die Künstlerin das Prinzip der ‚Anwesenheit trotz Abwesenheit’, indem der Mensch in ihren Bildern allein in hinterlassenen Gegenständen zu erahnen ist.

Mit ihrem pastösen Farbauftrag verleiht Katrin Heichel ihren Bildern einen reliefartigen Charakter.  Inhaltlich widmet sie sich seit ihren Konservierungsbildern (2004-2005) dem Sujet des Stillebens. Die darin von ihr dargestellten Naturobjekte sowie Gegenstände aus dem Alltag, die oft an barocke Wunderkammerobjekte erinnern, verwandelt die Künstlerin in Allegorien an menschliche Biografien. Unverkennbar taucht Heichel die von effektvoller Strahlkraft zeugenden Bildgegenstände in ein nächtliches Licht, das sich in überlagerten Nuancen von dunklen Rot-, Blau- und Violett-Tönen entfaltet. Der Zyklus ‚Nocturama‘ steht hier exemplarisch für ihren Gestus. Im Sinne einer Allegorie an die Erfahrung, einen dunklen Raum zu betreten, betont die Künstlerin die Konzentration auf das Sinnliche, nimmt doch die Ratio kaum noch Gewicht zur Orientierung ein und knüpft damit an Konzeptionen der Romantik an.

Katrin Heichel’s Arbeiten wurden international und institutionell gezeigt, nicht zuletzt in der G2 Kunsthalle in Leipzig unter dem Ausstellungstitel ‚Nocturama’. Ihre Werke sind unter anderem in der Sammlung Olbricht, der Grafischen Sammlung des Museums der Bildenden Künste Leipzig sowie der Sammlung SØR Rusche vertreten.

Katrin Heichel, geb. 1972 in Leipzig, lebt und arbeitet in Leipzig

Photocredits: Courtesy the artist

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